1. Schulform

Die Theodor-Heuss-Schule ist eine Ganztagshauptschule.
An 2 Tagen in der Woche ist der Unterricht von 7.50 Uhr – 15.45 Uhr ist für alle SchülerInnen verpflichtend. An 2 weiteren Nachmittagen haben die SchülerInnen die Möglichkeit an einem freiwilligen Angebot teilzunehmen. An 4 Tagen in der Woche nehmen die SchülerInnen an einem gemeinsamen Mittagessen teil. In den Klassenstufen 5-7 ist die Teilnahme verpflichtend, Mittagessen ist Unterricht. Die Theodor-Heuss-Schule ist eine Schule der Klassen 5 bis 10 für die SchülerInnen der Stadt Rotenburg und der umliegenden Gemeinden.
Der Einzugsbereich dehnt sich auf die ganze Stadt Rotenburg aus, zuzüglich der Ortschaften Borchel, Mulmshorn, Unterstedt und Waffensen.
Das bedeutet: SchülerInnen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichtungen – aus den Wohnbezirken der Kleinstadt, sowie aus den Familien der kleinen Dörfer – treffen sich zum gemeinsamen Lernen in der Theodor-Heuss Schule.

2. Pädagogische Grundsätze

In der Theodor-Heuss-Schule treffen SchülerInnen unterschiedlicher Nationalität und Herkunft aufeinander, sie müssen im Lebensraum Schule miteinander lernen die Andersartigkeit zu akzeptieren und die eigenen Grenzen auszuhalten. Die Übernahme von Verantwortung und Wahrnehmung der demokratischen Rechte im Klassen- und Schülerrat gelten als unterstützende Maßnahmen zur Erziehung von persönlicher und sozialer Kompetenz.

Die Schule soll „das Zuhause“ der SchülerInnen sein und der Klassenraum das „Wohnzimmer“. Flure und Freiflächen werden für die Präsentation von Unterrichtsergebnissen genutzt und von den SchülerInnen mit gestaltet. Auf diese Weise wird das Gefühl von Geborgenheit, Identifikation und Eigenverantwortung gefördert und ein positives Schulklima erzeugt.

Zum Schulleben gehören wiederkehrende Ereignisse wie das Sommerfest, der Weihnachtsbasar, die Aufnahme und Verabschiedung der SchülerInnen durch Partnerklassen sowie Sportfeste, Theateraufführungen und vieles mehr. Es handelt sich hierbei um Rituale, die unsere Schulgemeinschaft binden und stärken sollen.

Durch ein handlungsbezogenes Lernen an lebensnahen Sachverhalten erfahren die SchülerInnen Schule in einer modernen Form, sie werden in ihrem berufsbezogenen Handeln, in der Selbständigkeit und im Verantwortungsbewusstsein gestärkt.
Ein attraktives Freizeitangebot an den freiwilligen Nachmittagen soll bei den SchülerInnen zu Anregungen führen, die eigenen Interessen zu erkennen und zu entwickeln, um die Freizeit aktiv und sinnvoll zu gestalten.

Vision: Wir sind eine selbständige, innovative Schule. „Innovative Schulen benötigen freie Schüler, freie Räume und freie Mittel“ 

3. Schulqualität

Wir legen besonderen Wert auf eine fortlaufende Weiterentwicklung der fachlichen, pädagogischen und sozialen Qualität unserer Schule durch eine

  • Öffnung der Schule nach Außen
  • Einbindung außerschulischer Partner
  • jährliche V eranstaltung von schulinternen Lehrerfortbildungskursen
  • Teilnahme an europäischen Schulentwicklungsprogrammen
  • Zusammenarbeit mit Universitäten und Lehrerfortbildungseinrichtungen

Vision: Wir sind eine selbständige, innovative Schule.
„Innovative Schulen benötigen freie Schüler, freie Räume und freie Mittel“

3. Abschlüsse und Zertifikate

Am Ende der 9. und 10.Klasse wird über folgende Abschlüsse beraten und entschieden:

  • Hauptschulabschluss nach der 9. Klasse
  • Sekundarabschluss I Hauptschulabschluss nach Klasse 10
  • Sekundarabschluss I Realschulabschluss nach Klasse 10
  • Erweiterter Sekundarabschluss I

Die SchülerInnen erwerben in der Schülerfirma verschiedene Zertifikate. Die von den Ausbildungsbetrieben anerkannten Zertifikate sagen etwas aus über Arbeitshaltung, Verhalten bei Arbeitsaufträgen, Ausführung der Arbeiten, Verhalten bei Erklärungen, praktische Fertigkeiten und Sozialverhalten.

4. Unterrichtsangebote

Ausgerichtet am Erlass „zur Arbeit in der Hauptschule“ und unter Berücksichtigung des Erlasses „die Arbeit in der öffentlichen Gangstagsschule“ und der regionalen Situation im ländlichen Raum Rotenburg haben wir eine Stundentafel mit folgendem Profilschwerpunkt entwickelt: „Stärkung der Grundfertigkeiten, Festigung der Persönlichkeit, berufliche Orientierung“

Das Unterrichtsangebot umfasst die Fachbereiche Sprachen, Mathematik Naturwissenschaften, geschichtlich-soziale Weltkunde, Arbeit /Wirtschaft/ Technik, die berufliche Vorbereitung, musisch- kulturelle Bildung sowie die Fächer Religion und Sport. Persönliche Interessen und Begabungen finden an den freiwilligen Nachmittagen einen weiten Raum, die SchülerInnen können aus einem attraktiven Angebot wählen.

Eine Leistungsdifferenzierung findet in den Fächern Englisch und Mathematik ab Klasse 9 statt.
Die Fächer Textiles Gestalten, Musik, Kunst und Gestaltendes Werken können die SchülerInnen ab der 8. Klasse frei nach ihren Neigungen wählen. Die Unterrichtswoche wird unter Berücksichtigung des individuellen Entwicklungsstandes der SchülerInnen pädagogisch gestaltete und mit projektorientierten ganztagsrhythmisierten Unterricht gefüllt. Die häusliche Arbeit unserer SchülerInnen ist ausgerichtet auf das Lernen von Vokabeln, die Führung von Mappen und die Vorbereitung auf Leistungsüberprüfungen. Die Vorbereitung auf das berufliche Leben wird im Schwerpunkt durch den Praxistag in den 9. Klassen und einer Schülerfirma in den 10. Klassen gestaltet. Die Schülerfirma ist ein Schulprojekt, eine Form des Lernens. In dieser Firma arbeiten die Schüler nicht unter Labor- sondern unter realen Lebensbedingungen, so dass die intrinsische Motivation höher ist als sonst. Die Schülerfirma dient zur Transparentmachung der Leistungsfähigkeit von Schülern der Theodor-Heuss- Schule. Die Schülerfirma ist ein Aushängeschild der Schule. Sie trägt maßgeblich zum Image der Schule bei. Einen breiten Raum nimmt die direkte Berufsvorbereitung ein. Der wöchentliche Praxistag, Betriebserkundungen, Betriebspraktika, Bewerbungstraining und Feststellung der individuellen Fertigkeiten und Fähigkeiten sind eine feste Größe an unserer Schule. Auf diese Weise ermöglichen wir den SchülerInnen sich auszuprobieren und komplexe Sachverhalte für sich zu erschließen.
Das selbstständige Lernen zieht sich als Leitfaden durch alle Unterrichtsbereiche. EVA- Stunden, Wochen- und Monatsarbeitspläne, klassenübergreifende- projektorientierte Unterrichtsgestaltung in der wir großen Wert auf Arbeitstechniken und Methoden gehören zu den ständigen Ritualen unserer Schule Die Einbeziehung außerschulischer Lernorte und externer Mitarbeiter wird sehr begrüßt. Durch eine Bündelung von Unterrichtsfächern können viele Themen fächerübergreifend angeboten werden.

5. Regelmäßig wiederkehrende Angebote

Zum Ausgleich individueller Nachteile, zur Förderung der persönlichen und sozialen Kompetenz, zur Vorbereitung auf die Berufswelt, zur Förderung der Mobilität, des globalen Denkens und selbstständigen Handelns und Erziehung zur Konfliktfähigkeit haben wir Raum für zahlreiche Maßnahmen:

Angebote: Schulfeste, Weihnachtsbasar, Umweltjugendspiele, Praxistage, Bundesjugendspiele, Europawoche, Schüleraustausch mit Europäischen Partnerschulen, Europäische Projekte, Erkundung des Arbeitsplatzes der Eltern, Betrieberkundungen, Klassenfahrten, Sozialtraining, Streitschlichtung, Trainingsraum, Waldeinsätze, Theaterfahrten, Dichterlesungen, Lesewettbewerbe, Museumsprojekte und wechselnde attraktive Angebote an den freiwilligen Nachmittagen der Ganztagsschule.

6. Beratung

Die Theodor-Heuss-Schule legt auf ein umfassendes Beratungskonzept besonderen Wert. Die Schullaufbahn- und Berufsberatung sowie die Erziehungsberatung ermöglicht allen SchülerInnen die bestmögliche Entfaltung ihrer Begabungen und Fähigkeiten. Außerdem dient diese Beratung zur Lösung von Erziehungsproblemen. Die Beratung bezieht das soziale und kulturelle Umfeld ein.

Folgende Beratungen macht die THS ihren SchülerInnen und Eltern:

  • Einzelberatung und Schullaufbahnempfehlung durch Klassenlehrer und Fachlehrer,
  • Berufsberatung durch den Berufsberater des Arbeitsamtes,
  • Berufsberatung durch den Klassenlehrer
  • Schullaufbahnberatung durch die Sozialpädagogen
  • Beratung bei Erziehungs- und Schulproblemen durch den Beratungslehrer, denKlassenlehrern und den Sozialpädagogen in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt,
  • Klassenelternabende,
  • Schulelternabende mit Referenten bei aktuellen Themen.
  • Informationsabende der weiterführenden Schulen und des Arbeitsamtes
  • Elternsprechtage
  • Schülerberatungstage

7. Sozialpädagogisches Zentrum

Im Kernbereich der Schule befindet sich das sozialpädagogische Zentrum.
Zwei Sozialpädagogen sind ständige Ansprechpartner für Schüler, Lehrer und Eltern. Außer den zahlreichen Beratungsgesprächen liegt der Schwerpunkt ihrer Arbeit in folgenden Bereichen:

  • Projekt: Trainingsraum
  • Berufsvorbereitung: Schülercafe
  • Projekt: Fahrradwerkstatt
  • Pausenaktivitäten
  • Aktive Mittagspause
  • Maßnahmen zum Übergang von der Schule in den Beruf
  • Sozialtraining
  • Prävention „Tu was“
  • Streitschlichtung
  • Triple-P
  • Hausbesuche

8. Förderkonzept

Durch eine Vernetzung schließt unser Förderkonzept an die Förderung der Grundschulen an. Ausgehen von den Lernstärken – und Lernschwächen der SchülerInnen sieht das Konzept vorrangig eine Förderung in den Grundfertigkeiten, sowie in den musisch-kulturellen- und den Bewegungsbereichen vor. Die Sprachförderung ist in zahlreiche Theaterprojekte eingebunden.

9. Förderkreis

  1. Seit Dezember 2000 besteht an der Theodor-Heuss Schule ein Förderkreis.
  2. Er will der Schule beratend, unterstützend und helfend zur Seite stehen. Er fördert das Schulleben und die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule.
  3. Über die Mitgliedsbeiträge will er helfen, durch Anschaffungen und andere gezielte Maßnahmen die Qualität der Schule zum Nutzen der SchülerInnen zu erhöhen.
  4. Aus diesem Grunde sind sowohl Freunde der Schule als auch viele Eltern und LehrerInnen Mitglieder.